Vom Sudkessel zur Wirtsstube

Zweihundert Jahre wurde in diesem Haus gebraut. 1974 blieb der Kessel kalt, danach stand die Stube zwölf Jahre leer. Der Sudkessel steht heute noch im Keller, aber gebraut wird zwei Straßen weiter.

Wir haben die Wirtsstube trockengelegt, die Dielen gelassen, wie sie waren, und nur Küche, Licht und Lüftung neu gemacht. Dreißig Plätze stehen jetzt dort, wo vierzig hineinpassen würden.

Acht Gerichte stehen auf der Tafel, freitags wird sie neu geschrieben. Was der Grüne Markt, der Aischgrund und zwei Höfe im Steigerwald hergeben, entscheidet, was darauf stehen bleibt.

Die Wirtsstube im Brauereigasthaus

Acht Punkte aus dem Betrieb

Aufgeschrieben, weil am Telefon immer wieder dasselbe gefragt wird – und weil wir nichts zusagen, was der Abend nicht hält.

Tafel statt Karte

Acht Gerichte, freitags neu geschrieben, nichts davon dauerhaft.

Markt und Aischgrund

Grüner Markt, Karpfen aus dem Aischgrund, zwei Höfe im Steigerwald.

Rauchbier von nebenan

Zwei Bamberger Brauereien liefern, beide fußläufig, dazu ein knappes Weinregal.

Stube ohne Anlage

In der Wirtsstube steht keine Musikanlage. Die alten Dielen tun den Rest.

Fünf im Dienst

Fünf Leute pro Abend, drei in der Küche, zwei in der Stube.

Der Gewölbekeller

Bis achtzehn Personen, feste Auswahl, zehn Tage Vorlauf.

Einmal vergeben

Kein Tisch wird an einem Abend zweimal besetzt, auch samstags nicht.

Drei Ebenen

Wirtsstube, Gewölbekeller und der Casino-Salon unter dem Dach laufen getrennt.